Der Konstrukteur dieses berühmten Flugzeuges war
Lloyd Stearman. Das 1934 entworfene Flugzeug trug den Namen X70. Das Flugzeug,
ein N-stieliger Doppeldecker ist in Mischbauweise erbaut und zeichnete sich
eine sehr hohe Robustheit aus. Das Fahrwerk ist ölgedämpft und verträgt auch
härteste Landungen.In Folge dieser
Merkmale wurde die Boeing Typ 75 zum sogenannten „Primary Trainer“ (also
Trainingsflugzeug zur Anfängerschulung) des US Army Corps und auch der US Navy.
Die offizielle Bezeichnung sodann PT-13 und PT-17, bei der US Navy hiess der
Trainer N2S-1 bis N2S-5. Auch in Kanada wurde das Flugzeug zur Schulung
eingesetzt und erhielt dort den Beinamen „Kaydet“. In den USA bekam der
zumeist bunt lackierte Vogel auch seinen Spitznamen, nämlich „Yellow Peril“
was übersetzt in etwa „Gelbe Gefahr“ heisst.
Die Boeing Typ 75 war der Bestseller des
Boeing-Konzerns, über 10.300 Flugzeuge wurden produziert (davon ca. 8.500
flugfertige Exemplare wurden ausgeliefert).
Die Boeing Stearman unterscheiden sich
zumeist in deren Motorisierung:
PT-13 , 215 PS Lycoming R-680-5 (ca. 2,100
Stück)
PT-13a, 220 PS Lycoming R-680-7 (92 Stück, 1937-38)
PT-13b, 220 PS Lycoming R-680-11 (255 Stück, 1939-40)
PT-13c, Zusatzinstrumente für Nachtflugtraining (6 Stück aus Baureihe PT-13b)
PT-13d, 220 PS Lycoming R-680-17 (353 Stück)
PT-17, 220 PS Continental R-670-5 (3.519 Stück)
PT-17a, Pratt&Whitney Motoren Zusatzinstrumente für Blindflug (18 Stück)
PT-17b, „cropduster“ 450 PS P&W Wasp Junior/Jacobs R-755-7 (275 PS) (3Stück)
PT-18, 275 PS Jacobs R-755-7 (150 Stück)
PT-18a, >> mit Blindflugausrüstung (6 Stück)
PT-27, Exportversion für Kanada (300 Stück)
Die Navy-Versionen unterschieden sich
ebenfalls in der Motorisierung :
NS-1 , 220 PS Wright J-1 Whirlwind (61
Stück > Modell 73)
N2S-1 , 220 PS Continental R-670-14 (250 Stück)
N2S-2, 220 PS Lycoming R-680-8 (125 Stück)
N2S-3, 220 PS Continental R-670-4 (1.875 Stück)
N2S-4, 220 PS Continental R-670-5 (577 Stück, davon 99 für die USAF)
N2S-5, 220 PS Lycoming R-680-17 (1.450 Stück)
In der Nachkriegszeit gab es die
ausgemusterten Stearman zu Hauf, die Maschinen wechselten für kleines Geld als
sog. „Army Surplus“ den Besitzer und wurden oft zu Agrarflugzeugen „crop
dustern“ umgebaut. Diese Maschinen wurden oft auf die 450PS-starken
Pratt&Whitney Wasp Junior umgerüstet und im Arbeitseinsatz gnadenlos verheizt.
Andere Piloten nutzten den genügsamen starken Trainer für den Airshoweinsatz,
so auch zum „wingwalking“.
Technische Daten und Abmessungen
- Spannweite 980 cm
- Länge 763 cm
- Höhe 280 cm
- Leergewicht 880 Kg (Version mit
Continental R-670)
- Max. Startgewicht 1.230 Kg
- Höchstgeschwindigkeit ca. 200km/h
- Reichweite 480 km
Arbeit an der Stearman .... was ein schönes Flugzeug !!!!