Chance Vought Corsair der Fleet Air Arm (FAA)
Irgendwie war mein Freund und Flügelmann vom
Syrier angetan und so kam
es, dass mich Tom eines tages nach einem guten Schema für seine Kranz-Corsair
befragte. Alles nur nicht "glossy sea blue" und ranzig sollte sie sein und
natürlich ein Einzelstück auf den Plätzen ..... die Suche hatte sich sehr
schnell erledigt als ich Tom ein profile einer FAA-Corsair zeigte. Tom war Feuer
& Flamme und fragte ob ich ihm das ship lackieren würde ..... warum nicht, für
was hat man Freunde .... am Ende waren es dann doch 130 Stunden Arbeit, aber das
Teil war nur rattenscharf. Aber erstmal langsam .......
Hier das Objekt der Begierde im Original . Über die Corsairs der Fleet Air
Arm lass ich mich in epischer Breite auf meiner anderen homepage
www.ig-corsair.de aus
>>>>>>>>
Geschichte
der britischen Corsairs
_small.jpg)
Die Farbwahl

Den Anfang machte ich mit dem Tragwerk der Corsair
Das Tragwerk ist aus Voll-GFK muss also
vor der Lackierung mit Verdünnung gründlichst abgewaschen werden ....
GRÜNDLICHST !!!
Nach dem Abwaschen wurde das ganze
Tragwerk mit einem sogenannten "preshading" belegt. Das heisst, sämtliche
Beplankungsstöße werden mit dunkler Farbe (anthrazit, schwarz) nach, bzw.
vorlackiert. Hier wurde das mit einer airbrush /0,3er Nadel gesprayed.

Einige Stellen wurde dann "gesilbert".
Hier wurden die Blechstöße silber auslackiert. Später werden diese Parts mit der
"Salztechnik" behandelt um eben Lackabplatzer zu simulieren.
_small.jpg)
Soviel zur Vorbereitung der Lackierung.
Diesmal habe ich mit Model-Master-Farben lackiert und bin restlos begeistert.
Sehr ergiebig, stark deckendes Pigment und die Farbe wird in 14ml-Glasfläschchen
geliefert. Beim Humbrol geht durch den Kragen bei der Dosenöffnung viel Farbe
verloren, die Gläschen kann man wunderbar auswaschen, keine Farbe geht verloren.

Die Farbe wird mit guter Verdünnung (ich
nutze hierbei Humbrol) 2/1 verdünnt, also 2 Teile Farbe, ein Teil Verdünnung und
dann direkt und ohne Grundierung aufgebracht. Als Pistole verwende ich hierbei
einen Sata-Nachbau mit 0,5er Düse und 3,5 bar Druck. Als erstes war die
Unterseite dran. Schön flächig lackieren und hoffen dass es keine Läufer gibt
;-) Hier war ich sehr angenehm von den ModelMaster-Farben überrascht. Nach den
ersten dünnen Überzug stellte sich teilweise schon eine deckende Lackierung ein.
Schön auf den Flächen zu sehen, der "pre-shading-effect".
_small.jpg)
Nach dem zweiten Überzug wurden die Korkaden auf der Unterseite lackiert. Mit
eine guten Maskierfolie und einem Kreisschneider kein Problem.
_small.jpg)
Dann ging es an das weathering der Unterseite. Pastellkreide, diverse
Humbrol-Acryl Farben wie rost, braun, anthrazit usw.. Immer wieder drüber, dann
abwischen und wieder neu auftragen. .... stundenlang

Die Korkaden vervollständigt und dann nochmal alles mehrfach überarbeiten. Um
einen guten realistischen Effekt zu bekommengehen bei dieser Arbeit zig Stunden
drauf. Man sollte nur mit ganz kleinen Farbmengen arbeiten um nicht weathering
aufzubringen. Ganz piano, Schicht für Schicht. Sorry wegen der farbverfälschung
... die dunklen Bilder sind logischerweise ohne Blitz gemacht.
_small.jpg)
_small.jpg)
_small.jpg)
Das Ganze im Freien unter der Sonne ..... kommt gut, richtig ranzig !
_small.jpg)
Jetzt geht es also an die Oberseite .....
PÖKELN ist angesagt !!!
Die gesilberten Stellen werden nun mit
einer pastösen Wasser-salz-Pampe bestrichen. Am besten grobkörniges Salz nehmen
und warmes Wasser. Auch hier wieder CHECK-It-OUT ! Es sieht nichts blöder aus,
als wenn Lackabplatzer simuliert werden wo keine sein können. Also immer
Vorlagen-Photos studieren !
.... die Salzlake auf dem Tragwerk

.... schöön nass-in-nass lackieren, dann werden die Kanten der camouflage schön
"weich" .
Nach dem Lackieren gut durchtrocknen
lassen und das Salz wieder abpopeln. Nach dem salzpopeln, wird das Tragwerk
wiederum mit warmen Wasser abgewaschen, um eben alle Salzreste zu entfernen.
_small.jpg)
... und hier die klassischen
Weathering-Arbeiten mit Pastellkreide. Zuerst ein bisschen Anthrazit, dann rost,
dann gelbgrün und mit Schwung nach hinten ziehen. Ja, man sieht danach nicht
mehr viel. Also nochmal ......... nach rund 20-30 Zügen passt das dann schon.

....immer wieder Pastellkreiden, mit der Airbrush nacharbeiten usw.usw.usw.
.... Stunden späetr schauts dann so aus :
_small.jpg)
_small.jpg)
und fertig ist das geweatherte Tragwerk .... schön ist das nicht ;-) !
_small.jpg)
Die Korkaden lackiert und danach
vorsichtig geweathered

... und fertig ist die Laube ! Viel Abeit, aber es hat sich gelohnt !


Close up´s
_small.jpg)
Schlussbetrachtung / Fazit Tragwerk
Die Fläche wurde leicht überschliffen, mit
Verdünner abgewaschen, preshading schwarz/hellgrau/anthrazit, die Felder
innerhalb des shades (Oberseite) mit weiss aufgehellt, gesilbert, gesalzen,
lackiert, Salz abgepopelt, mit warmen Wasser abgewaschen, das ganze
"Scheisshaus" mit braun/grau/gunshipgrey/rost/schwarz /anthrazit/oliv ganz
leicht übernebelt, teilweise mehr oder weniger akzentuiert. Mit Pastell- und
Ölkreiden dann die Detailarbeiten (ocker/braun/Anthrazit/hellgrün/hellgrau) und
immer wieder über die Fläche geschrubbt. Teilweise wieder die
Pastellkreidenschlonze wie auch das leichte Übernebeln mit Verdünnung partiell
abgewaschen.
Die Oberseite war aufgrund den dunklen Grundfarben wesentlich aufwändiger als
die Unterseite. Auf der Oberseite habe ich rund 40 Stunden verballert.
Facts :
Gesamtaufwand rund 60 Stunden
8 Dosen "Sky", also nur 112 ml !!!!
3 Dosen extra dark slate grey , also 42ml
4 Dosen Dark Sea Grey, also 56ml
je 1 Dose silber, anthrazit, gunshipgrey, rost und braun (70ml)
Farbmenge 280ml , Regelverdünnung hierbei 100ml Humbrol-Verdünner
250ml Universalverdünner zum Reinigen
200 Gramm grobkörniges Salz
kein messbarer Verbrauch bei den Pastellkreiden
5 Küchenrollen
3 Flaschen Sangiovese
1 Kasten Bier (na die Hälfte hat der Tom weggesüffelt)
Kosten Farbe und Verdünner ca. 30€
Von den Haupt-Farben bin ich restlos begeistert, die ModelMaster-Farben sind
zum einen sehr ergiebig, decken hervorragend, kaum Neigung zur Bildung von Nasen
und trocknen sehr schnell auf. Auch ein Riesenvorteil ist, daß die Farben im
Glas mit Schraubverschluss sind, also kein Dosenrand wie bei Revell/Humbrol.
Dadurch geht sehr wenig Farbe verlustig. Bisher die besten Farben meiner
"Karriere", dagegen kann man Revell komplett vergessenn. Die Preis von rund 130
Cent/Dose geht sich also aus, vor allem wenn man bedenkt, daß ich nur die halbe
Farbmenge im Gegensatz zum Syrier gebraucht habe (Life-Colors) !!!!!
>>>> weiter gehts im Part2 , der Rumpflackierung ! |