Fokker D.VII
11.02.2008
KATASTROPHE !
Bei einem gepflegten Telefonat mit meinem Freund und Therapeuten Thomas
"Ghostrider" Gottschalk schweifte mein Blick über das fertige Rumpfgerüst. bei
der Höhenruderauflage waren die "stringer" oben gebrochen und zwar ohne eigenes
Zutun. Die Hölzer waren gewässert um eben den Bogen hinzubekommen, aber beim
Austrocknen war die Spannung wohl zu groß.

Beim Stöbern in diversen Foren (u.a. RC-Scalebuilders.com) offenbarte sich,
dass dies ein "normaler" Schwachpunkt sei und man genau diese Ecken mit Sperrholz
o.ä. aussteifen sollte. Mein Kommentar dazu ist nicht öffentlichkeitsfähig
......
Also Versteifungen bauen. Ich hatte noch 1,5er Sperrholz über, meine alte
Laubsäge auch gefunden, sodann ran ans Werk
Anfang April war das Thema dann auch erledigt :

Die Balsawinkelbringen leider keine Zusatzstabilität da ich den
Maserungsverlauf nicht beachtet hatte (Anfängerfehler :-((((( ) aber
entfernen geht jetzt auch nicht mehr.
Das Rumpfgerüst ist nun hoffentlich stabiler (Proctor verspannt den Rumpf
sogar noch mit Stahlseilen ! Scale at it´s best ) . Ich denke, dass die
Bespannung des Rumpfgerüstes noch weitere Stabilität bringen wird.
Begonnen wurde auch am 09.04.2008 der Bau der Motorhaube. Auch hier macht es
Sinn die Bauanleitung und auch den Plan peinlichst genau zu lesen. Die
Bauanleitung und der Plan wirken bei diesem komplexen Bauteil sehr verwirrend
und sehr schnell hat sich ein Baufehler eingeschlichen. Also aufpassen bitte,
wäre schade.

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Während den Trocknungsphasen (ich arbeite prinzipiell mit Weissleim) habe ich
den Aufbau des Cockpits vorgenommen. Auch hier wieder viele Ungenauigkeiten und
Ungereimtheiten vom Plan zur Anleitung. Was aber noch viel mehr ärgert ist, dass
die Stückliste mit den vorliegenden Hölzern nicht viel gemein hat. "Search the
parts" entwickelt sich mehr und mehr zur nervigen Angelegenheit, da sich Plan
und Anleitung nicht darüber auslässt, ob das Teil zugeschnitten vorliegt, oder
ob man das Teil aus Plattenmaterial selbst schneiden muss. Die Chance, dass man
eine später noch gebrauchte Platte zerschneidet ist riesig und mir bereits das
eine oder andere Mal passiert. Die Platten welche zum Zuschneiden dienen sollen,
sind natürlich weder gekennzeichnet noch bemaßt. Die Bauanleitung wurde
dahingehend nicht aktualisiert. Mehr und mehr merkt man als Erbauer, dass
Proctor bei Weitem die bessere Wahl gewesen wäre. Hier sind alle (!!!) Bauteile
numeriert und in "Bauschritttütchen" verpackt. Mittlerweile habe ich schon
Einiges an Holz dazukaufen müssen um eben den Verschnitt zu kompensieren.
Verständlicherweise nervt das, da es hier keine zölligen Hölzer gibt :-(((((
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Dietmar hat mir aus den USA Proctor-Seitenteile aus Alu mitgebracht. Die Teil
sind anderst bemaßt als "Balsa USA" . Proctors ist "scale", da ist dann wohl bei
Balsa USA ein Fehler passiert, die D.VII in diesem Bereich auf jeden Fall nicht
scale ! Nochmal lieben Dank für Deine Unterstützung Dietmar !

23.April 2008
Letzte Arbeiten vor Beginn der Flugsaison !
Viel war es nicht, aber doch sehr zeitraubend. Die Motorhaube wurde
fertiggestellt und am Rumpf angepasst. Das Bauteil ist sehr komplex aufgebaut,
aber durchaus durchdacht ! Man sollte eben den Plan genauestens lesen. Was mir
auch hilft, sind die Windsock-Bücher. Ist der Plan unklar, genügt oft ein Blick
auf das Originalflugzeug und offene Fragen sind geklärt.
Die Haube sitzt stramm und ist demontierbar. Hier sollten wir Europäer darauf
achten, dass man metrischen Zubehörteile einbaut, sonst wird es beim eventuellen
Verlust von Schraubenmaterial ungemütlich. So habe ich denn die Verschraubung
der Motorhaube auf metrische Gewinde modifiziert.


Der Rumpfrücken "Turtledeck" wurde auch angepasst und verleimt. Dadurch
verhindere ich hoffentlich über die sommerliche Baupause einen Verzug im
Rumpfwerk.

Der ausgewählte Motor, eine ZG38 von ToniClark durfte schon mal Probe sitzen.
Platz "en masse", also kein Problem !

Mit diesen Bildern
verabschiede ich mich also in die Sommerpause !
Euch allen guten Flug und bleibt
gesund !
Dezember 2008
Es geht weiter mit der D.VII
Wie oben zu ersehen, wird ein ZG38 in das Modell verbaut. Platz ist reichlich
vorhanden. Nach dem exakten Ausmessen des Motorspantes wurde dieser gebohrt und
mit Einschlagmuttern versehen. Nach hinten wird der Spant zusätzlich mit
3-Kant-Leisten abgestützt und nach dem Platzieren mit einer Kohlematte
unverrückbar einlaminiert. Der Motorsturz und Zug, je 1 Grad, wurden dabei
berücksichtigt.
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Das 24-Stunden-Harz von R&G hat nun Zeit zum Härten. Danach wird die Matte
sauber ausgeschliffen und die Vorderseite laminiert. Dass das Kompartiment mit
Harz ausgestrichen wurde versteht sich von Selbst, denn dadurch wird alles
benzinfest und kann sich nicht vollsaugen. Auch eine kleine Vorsichtsmaßnahme
für den späteren Smokepumpen-Einbau. Es wäre nicht das erste Mal, dass Rauchöl
ausläuft und dann das Rumpfwerk angegriffen wird.
Weiter im Text mit dem Tragwerk. Während das Harz trocknet, habe ich mir die
Servosituation am Tragwerk zur Brust genommen. Die Servos sollen am Hauptholm
verbaut werden. Das macht mir aber wenig Freude derweil die Anlenkung zu lang
würde, also ist Umdenken angesagt. Hier die "selfmade-Lösung" für günstige
Servobefestigungen zur liegenden Befestigung in Flächen :
auf ein 3er Sperrholbrettchen klebe ich Nutleisten. Die Nut sollte natürlich
weit, aber stramm genug sein um das Servos festzuhalten. Damit das Servo nicht
nach oben auswandern kann, werden 2 Kieferblöckchen gesetzt und darüber ein
1mm-GFK-Streifen. Sitzt bombenfest und ist jederzeit leicht lösbar
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Das Sperrholzbrettchen wird dann zwischen die Rippen platziert und fest
verklebt. Hält bombenfest und gibt eine schöne kurze Anlenkung. Ich muss mir
"nur noch" Gedanken darüber machen, wie ich das nach der Bespannung schön löse
......
"Strohhalme" , also Plastikröhrles von McDo bilden die Servokabelführung, da
schlackert dann nichts mehr rum :-)
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Der Schleifsporn ist auch so eine Sache, die mir bei BUSA nicht gefallen hat.
Da tut Veränderung Not. Ein profaner Stahldraht ... nicht wirklich. Ich habe
sodann einen gefederten Sporn verbaut. Das Lager wird zwar von aussen sichtbar
bleiben, aber dies ist ein Zugeständnis an die Stabilität. Verschmerzbar wie ich
meine ....
Also zu aller Erst Platz schaffen :-)
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Gegenlager schnitzen, hier aus handelsüblichen Nutleisten
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Aus einer starken Kiefernleiste dann roh den Schleifsporn gesägt und gebohrt.
Der Sporn wird mit einem Stahldraht in dieser Nutleiste geführt. Die Kehlleisten
werden aber unter dem Rumpf montiert, so ist die Krafteinleitung etwas besser.
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Den Sporn etwas angefast um der Feder Platz zu schaffen ....
Trockenversuche ! Das Widerlager wird ein Rundstab sein, der in ein
Sperrholzkorstett eingesetzt wird. Der Rundstab wird nicht verklebt, so ist die
Möglichkeit der Reperatur gewährleistet. Auch der Stahldraht wird nicht
verklebt. So ist der Schleifsporn demontierbar. Positiver Nebeneffekt, das Heck
wird durch das 1,5mm Sperrholz massgeblich gestärkt.
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Die Sperrholzplatten werden mit dem Rumpfgerüst verklebt
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..... der Sporn fein verschliffen und in Position gesetzt
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Der Sporn wird links und rechts mit Gummiringen aus dem Sanitärbereich
geführt..
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