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Fokker D.VII

 

 November 2009

Die N-Streben ... cabane-struts ... Das ist Strafarbeit pur. Die N-Streben an den Flächen sind Stahldrähte welche mit Balsaholz verkleidet werden müssen, also 6 Drähte an der Zahl. Begonnen habe ich mit dem Zuschnitt der Balsa-4-Kant-Leisten, danach wird über die gesamte Länge eine Nut eingefeilt. Mit einer Rundfeile geht das besser als mit dem geliebten Dremel, ist aber langwierig ...

Die Balsleisten habe ich mit 5Min-Epoxy an die blankgeschliffenen Drähte verklebt und danach mit der Schleiflatte in Tropfenform geschliffen. Als Abschluss Feinschliff mit einer 120er Körnung und Porenfüllerversiegelung, Zwischenschliff und nochmal Porenfüller. Dies ergibt eine sehr schöne glatte Oberfläche.

        

        

Meine kleine Co-Pilotin fand die "Sauerei" nicht sehr erbaulich und hat sofort den Besen geschwungen :-))) Sie mag das wirklich nicht und sorgt immer für Ordnung im Keller um natürlich später mithelfen zu können :-))

           

     

Hier meine Bauhelferin beim Lackieren der N-Streben

                 

Zum Abschluss die Höhenleitwerksstreben gefertigt. Ohne diese Teile ist das Heck zu instabil. Um die "Geschichte" demontierbar zu lassen, habe ich die Streben mit Augenschrauben und Gabelköpfen ausgestattet.

     

Damit ist der Bau zu 98% abgeschlossen !!!!! Es müssen noch die Querruder verkabelt, der Schwerpunkt ausgewogen, die Flächen klargelackt und neue, passende Räder gekauft werden.

Wir schreiben also den 19.11.2009. Es sind nun fast 2 Jahre vergangen, Zeit also den Keller gründlichst aufzuräumen und die Fokker zum ersten Mal an die frische Luft zu lassen ! Dies gehört zur Tradition aller meiner Bauprojekte, Flieger lüften und Keller reinigen :-)

  

 

Hier also das "Roll-Out" der Fokker D.VII

im heimischen Garten

 

 

           

  

           

         

22.November 2009

Das Auswiegen des Fliegers gestaltete sich als schwerwiegend im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem ich optimistische 500Gramm Blei in Motorspantnähe festgeschraubt hatte, bewegte sich der Flieger um keinen mm. Nicht gut ..... mittlerweile habe ich ca. 2400Gramm Blei in der Schnauze vergraben und es noch nicht möglich den Schwerpunkt perfekt einzustellen. Es macht sich etwas Ratlosigkeit breit ab der schieren Menge an Ballast. Ja, das Heck habe ich aufwändig gebaut, diese Gewichtszunahme rächt sich jetzt bitter ... Ich habe im heimischen Keller einen Bleibatzen gefunden, Vater hat den Klotz als Gegengewicht für sein großes Fernrohr genutzt. da Bleidämpfe sehr giftig sind, bitte solche Arbeiten niemals nicht in geschlossenen Räumen durchführen !!!!!!!! Also habe ich den Bleiklotz wie ein Raclett-Käse mit der Lötlampe peu-à-peu angeschmolzen und das Blei in Riegel gegossen

     

Der Riegel wiegt ca. 1300Gramm, ein weiterer 700 Gramm, ein gegossenes Rundstück ca. 360 Gramm. Hierfür habe ich eine Becherform gebaut, sodaß das Bleistück unter den Motorträger des ZG38 passt.

Ich bin mit dieser Konfiguration bei rund 12.300 Gramm Fluggewicht angelangt. Ich gehe mal davon aus, dass ich die 13.000 Gramm locker erreichen werden.

Wir, Mike & meinereiner sind die Sache nochmals durchgegangen. Das Schwerpunkt Auswiegen nach US-Methode haben wir auf die Seite gelegt und "nach Altvätersitte" den SP auf die Rumpfmittellinie übertragen. Jetzt passt das auch.

Fluggewicht nass ca. 12.500 Gramm

 

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